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RSSPrint

Schon geschafft!

Wir geben hier einen Überblick über die abgeschlossenen Projekte des Kirchbauvereins Golm e.V.

Sommer 2019: Der Kronleuchter wurde saniert

Vor zwei Jahren stand für den Kirchbauverein die Sanierung des großen Kronleuchters der Kaiser-Friedrich-Kirche mit an erster Stelle. Er war schon fast 130 Jahre alt und sah mit den gestrichenen Messingflächen und der ins Auge fallenden elektrischen Verkabelung recht erbärmlich in dem sonst so prächtigen neogotischen Kirchenschiff aus.

Im Frühjahr 2018 konnten wir die mechanische Hubeinrichtung aus eigenen Mitteln durch einen Elektromotor ersetzten, so dass er beliebig höhenverstellbar wurde und erneuerten den Elektroanschluss bis zum Kronleuchter.

In Absprache mit dem Restaurator Herrn Lutz Thürmer aus Potsdam wurden die notwendigen Leistungen der Restaurierung am Kronleuchter festgelegt und der KBV holte Angebote bei verschiedenen Firmen ein. Doch leider wurden die erforderlichen 16.000 € für das preisgünstigste Angebot nicht einmal näherungsweise durch Spenden eingeholt.

Herr Thürmer ermutigte den Kirchbauverein, den Kronleuchter doch in Eigenleistung zu sanieren und bot wieder seine Unterstützung an. So wurde im Sommer 2019 der Kronleuchter komplett zerlegt und alle Teile akribisch beschriftet, um sie später an der richtigen Stelle wieder anbauen zu können. Einige Teile wurden in eine Galvanisier-Anstalt gegeben und dort von Fachleuten zum Glänzen gebracht. Alle schmiedeeisernen Teile wurden in der Kirche entrostet, nach den Vorgaben des Restaurators grundiert und mit schwarzem Lack beschichtet. Die Messingteile wie Kronen, Blüten, Kugeln und Kerzenhalter haben 13 Familien aus Golm in Heimarbeit stundenlang geputzt und poliert, bis sie wie neu glänzten und anschließend mit einem Wachs konserviert. Schließlich wurde alles wieder an Ort und Stelle zusammengebaut. Nun brauchten nur noch die elektrische Verkabelung und die LED-Beleuchtung erneuert zu werden und der Kronleuchter konnte termingerecht zu den beiden Hochzeiten im August in neuem Licht erstrahlen.

Einige Teile des Kronleuchters waren in den vergangenen Jahren abhanden gekommen. Auf der Suche nach einer Messinggießerei wurden wir auf die Firma Wurzinger aus Geltow aufmerksam gemacht. Herr Wurzinger war begeistert von der Initiative des Kirchbauvereins, so dass er sofort seine Hilfe anbot. Er stellte an Hand der vorhandenen Muster die fehlenden Messingteile her und in Zusammenarbeit mit der Fa. Willi Ludwig aus Werder wurden die fehlenden filigranen schmiedeeisernen Blütenblätter orginalgetreu rekonstruiert und in den Kronleuchter eingebaut.

Der Kirchbauverein Golm bedankt sich bei allen Helfern und insbesondere bei den Firmen für die so erfolgreiche Unterstützung und präsentiert stolz das Ergebnis.

KBV_Kronleuchtersanierung 20192019 wurde der Kronleuchter der Kaiser-Friedrich-Kirche in Golm saniert. Fotos: Kirchbauverein Golm

2019: Stand der Arbeiten seit 2018 bis April 2019

  • Reparatur der Turmtreppe.
  • Einbau Laufsteg im Dachgeschoss.
  • Abstimmung mit Denkmalamt und Beantragung der Maßnahmen .
  • Erneuerung der elektrischen Zuleitung Kronleuchter mit Umlenkrollen.
  • Einbau des elektrischen Hubmotors für den Kronleuchter .
  • Steuerung des Hubmotors aus dem Kirchenraum.
  • Erneuerung der elektrischen Verkabelung im Turm.
  • Ausschreibung und Vergabeverhandlungen für Restaurierung des Kronleuchters.
  • Aufhängung zur Lagerung des Weihnachtssterns.
  • Außenaufhängung des Weihnachtssterns.
  • Reparatur und Ersatz von zwei Strahlen des Weihnachtssterns.
  • Montage des neuen Weihnachtssterns in der Kuppel über dem Altar.
  • Einbau von 6 LED-Deckenstrahler im Kirchenraum mit Verkabelung zum Schaltschrank.
  • Einbau von 2 LED-Deckenstrahler im Altarraum mit Verkabelung.
  • Einbau von 3 LED-Strahlern zur Beleuchtung der Altarbilder.
  • Einbau von 12 LED-Strahler unter den Emporen mit Verkabelung zum Schaltschrank.
  • Herstellen von Steckdosen hinter dem Altar für Weihnachtsbaum und Verstärkeranlage.
  • Erneuerung der Glasscheiben zur Kaiserloge.
  • Umsetzen des Tannenbaums aus der Reiherbergstraße an die Kaiser-Friedrich-Kirche.
  • Herstellen eines Stromanschlusses unter dem Tannenbaum.
  • Erneuerung und Ergänzung der Außenbeleuchtung am Eingang.
  • Ersetzen der Beleuchtung im Eingang und in der Treppe zum OG durch LED-Leuchtmittel.
  • Freilegen der Balkenköpfe über der Abseite neben dem Eingang.
  • Gutachterliche Unbedenklichkeit bezüglich Hausschwamms in der Abs

2013: Reparatur der Kirchenglocke

Seit Anfang Juni 2012 schwieg in Golm auch die letzte Glocke. Der Glockenbauer bestätigte den Verdacht, dass unsere Glocke einer intensiven Überholung bedarf und gab zugleich die dringende Empfehlung, sie aus Sicherheitsgründen nicht mehr zu bewegen. Die Reparatur ist kostspielig und war im Gemeindehaushalt nicht vorgesehen. Nun müssen wir dafür sparen und so lange auf das Läuten verzichten - und das ausgerechnet in den Sommermonaten Juni-August, den beliebtesten Hochzeitsmonaten. Der behelfsmäßige Trick mit elektronischem Geläut ist dabei wirklich nur die zweite Wahl.

Drei Glocken läuteten ursprünglich in Golm die hohen kirchlichen Feiertage ein, auch zu vielen Hochzeiten schallte das festliche Geläut weit über die Felder. Eine einzelne Glocke begleitete die Trauergemeinde auf dem Weg zum Friedhof. Nach 1945 war von den dreien nur noch eine einzelne Glocke übrig geblieben, die von nun an für alle Anlässe des Gemeindelebens erklang. Glockenläuten im Handbetrieb gehörte lange zu den liebevoll gepflegten Traditionen der Golmer Kirche. Wer dafür nicht den richtigen Schwung raus hatte, konnte sogar in speziellen Läutekursen trainieren.


März 2013: Haben Sie schon was läuten gehört?

Richtig, es tut sich wieder was auf dem Golmer Kirchturm – punktgenau im Anschlag, klangvoll, weit tragend und schöner als je zuvor erklingt sie wieder, die Golmer Glocke. Wie unsere Spezialisten bestätigen, ist das Läuten nun ein Kinderspiel; es geht ganz leicht und klingt so lange nach, dass zum Schluss sogar gebremst werden muss.

Schon bald, nachdem der Schaden an der Aufhängung der Glocke, dem Joch, bekannt geworden war, gingen die ersten Spenden für die teure Reparatur ein. Beeindruckend spontan, schnell und unkompliziert haben viele Menschen mit ihren Spenden und in der Kollekten Sammlung dazu beigetragen, dass besondere Zeiten, Freud und Leid wieder von Glockengeläut begleitet werden können. Kurz nach Weihnachten 2012, als wir die Glocke nur dank einer Notreparatur vorsichtig läuten durften, war tatsächlich die Summe zusammen, die wir für die Auftragserteilung brauchten. Damit der Klang perfekt ist, spendete der Kirchbauverein noch die Summe für einen neuen Klöppel.

Kirchengemeinde und Kirchbauverein danken allen sehr herzlich, die diese spontane Aktion ermöglicht haben und ein Zeichen der Verbundenheit mit ihrer Kirche im Dorf gesetzt haben.

2011: Dachsanierung

Die Dachziegelpatenschaftsaktion „Dem Himmel ein Stück näher“ des Kirchbauvereins Golm war ausgesprochen erfolgreich. Es wurden insgesamt 390 Dachziegel gespendet, die Spendensumme belief sich auf stolze 14.025 Euro. Damit haben wir unser Ziel erreicht, insgesamt 40.000 Euro zur Dachsanierung beizutragen!

2007: Die Turmuhr, sie schlägt wieder!

 

 

‚Dem Glücklichen schlägt keine Stunde’, weiß der Volksmund zu berichten. Für Golm gilt allerdings nun, dass den Glücklichen nun endlich wieder die Stunde, genau genommen auch die halbe, schlägt.

Die im Jahre 2005 begonnene Renovierung des oberen Turmbereiches der Kaiser-Friedrich-Kirche zu Golm ist mit der Reparatur des Uhrwerkes abgeschlossen worden. Nach Sanierung der Glockenstube, Aufsetzen des Dachreiters und Anfertigung und Einpassen neuer Ziffernblätter bereits im Jahre 2006 konnte nun das alte historische Uhrwerk repariert werden. Wir haben uns dazu entschieden, das ursprüngliche, über 120 Jahre alte Uhrwerk - ein Wochenwerk, das alle drei Ziffernblätter im Winkelbetrieb antreibt - reparieren zu lassen und nicht durch ein modernes Werk zu ersetzen.

 

 

In liebevoller Handarbeit haben Jürgen Kaminski, Potsdam und Hans-Christian Angerer und Uhrmachermeister Wilfried Blume, beide Wernigerode, die Uhr ausgebaut, von drei Schichten alter Farbanstriche befreit, gereinigt, gerichtet und neue Teile angefertigt, wo dies notwendig wurde. Das Schlagwerk wurde gerichtet und dann Uhrwerk und Zeiger miteinander verbunden. Nun erscheint das Uhrwerk wieder in der ursprünglichen Anthrazitfarbe mit Goldrand und summt, schnurrt und tickt einwandfrei vor sich hin. Bei mir zu Hause sagte man, sie läuft wie’n Döppken. Unter den Farbschichten kam auch ein Messingschild des Herstellers zum Vorschein, die Firma Gebrüder Meister, Großuhrenfabrik, Berlin-Niederschönhausen und die eingeprägte Nummer 5175.

 

 

Dieses Ereignis und die, die dazu beigetragen hatten, wurden am Pfingstsonntag, dem 27. Mai 2007, im Rahmen des von Pfarrerin Anke Spinola gehaltenen Gottesdienstes zum Thema „Unsere Zeit in Gottes Händen“ feierlich gewürdigt. Um Schlag 10 Uhr wurde die Uhr in Gang gesetzt und im mucksmäuschenstillen Kirchenschiff lauschten alle auf den Klang der ersten Schläge nach langer Zeit. Im Anschluss daran lud der Kirchbauverein zu einem kleinen Stehempfang, natürlich zünftig mit Kirchensekt, aber auch Kaffee und Kuchen in der proppenvollen Winterkirche. Am Nachmittag dann war das Kirchencafé geöffnet und viele weitere Gäste nahmen die Gelegenheit war, den nun wieder mit einer laufenden Kirchturmuhr versehenen Kirchturm zu besichtigen. Ganz besonders hervorzuheben ist, dass an diesem Tag fünf neue Mitglieder dem Kirchbauverein beitraten, um aktiv die zukünftigen Bau- und Renovierungsarbeiten zu unterstützen.

Dieser Erfolg wurde durch viele Spenden in Höhe von insgesamt 9.089,25 Euro ermöglicht. Ihre Spenden – herzlichen Dank! Die Reparatur der Uhr kostete insgesamt 10.894,83 Euro, davon entfielen auf die Ziffernblätter 5.182,83 Euro und die Reparatur des Uhrwerkes schlug mit 5.712 Euro zu Buche. Die Differenz brachte der Kirchbauverein auf.

Kirchennachbar Siegfried Mohr kam dann übrigens gleich ohne Armbanduhr ins Kirchencafé. „Eine Uhr brauche ich nun nicht mehr und die weiße Stelle am Handgelenk kann nun endlich auch wieder braun werden!“, meinte er.


Allgemeines zur Uhr

Schlägt sie,
schlägt sie nicht,
wann schlägt sie wieder……

Sagt man einem Kind, doch einmal ein Dorf zu malen, so werden sich gemütliche Häuser um die Kirche scharen, die mit ihrem Turm die Häuser überragt. Und schaut man genau hin, so wird kein Kind jemals vergessen die Kirchturmuhr zu malen. Seit alters her schlägt die Kirchturmuhr den Rhythmus des Lebens im Dorf und Kirchturm und Uhr sind gleichsam ein Synonym für dörfliche Idylle. Gut kann ich mich noch erinnern, dass mir als Kind nicht die Armbanduhr oder das Handy die Zeit verkündete, wann man vom Spielen zum Abendessen zurück zu sein hatte, sondern dass man auf den Schlag der Kirchturmglocken achtete.

Unser Kirchturm wird nun bald wieder hergerichtet sein, wenn er auch im Augenblick noch versteckt ist unter Planen, bis das Wetter den Weiterbau erlaubt.

Aber leider wird die Uhr nicht gleich wieder schlagen und die Zeit anzeigen, wenn die Baumaßnahmen beendet sind. Man könnte es mit Marie von Ebner-Eschenbach halten: „Eine stillstehende Uhr hat doch täglich zweimal richtig gezeigt und darf nach Jahren auf eine lange Reihe von Erfolgen zurückblicken.“ Die Uhr muss dringend repariert werden. Das alte mechanische Uhrwerk soll dabei keinesfalls durch ein modernes, elektrisches Werk ersetzt werden, sondern gereinigt, wieder hergerichtet und gangbar gemacht werden. Auch die Ziffernblätter, irgendwann nach dem Krieg gegen provisorische ausgetauscht, sollen wieder nach alten Vorlagen gestaltet und in die Mauernischen eingefügt werden. Ist das geschehen, wird auch wieder die Golmer Kirchturmuhr die Zeit anzeigen.

Und dann noch: Warum laufen Uhren im Uhrzeigersinn? Dass "normale" Uhren im Uhrzeigersinn gehen, also rechts herum, hat eine natürliche Ursache. Früher wurde die Zeit mit der Sonnenuhr gemessen. In der nördlichen Hemisphäre liefen die Schatten der Sonnenuhr in die Richtung des heutigen Uhrzeigersinns. Da die Uhr hier erfunden wurde, läuft sie auch rechts herum, nach alter Sonnenuhr-Tradition.

2006: Wiederherstellung des Dachreiters

19. Mai 2006: Es ist vollbracht.Nach 35 Jahren hat der Kirchturm seine Spitze wieder.

Weitere Berichte und Fotos folgen.

2004: Die Winterkirche wurde restauriert

Der hintere Teil der Kirche, die so genannte "Winterkirche", ist der am intensivsten genutzte Bereich des Kirchengebäudes. Die Winterkirche ist der Gottesdienstraum in der kalten Jahreszeit. Außerdem finden dort viele Gruppen und Kreise statt. Der Kirchbauverein und der Gemeindekirchenrat beraten in der Winterkirche. Häufig wird dort Kaffee und Kuchen angeboten.

Der Gemeindekirchenrat beschloss, die Vermalung der Winterkirche durchführen zu lassen. Damit ist der Beginn gemacht Die Kirche wird wieder in ihrer ursprünglichen Schönheit erstrahlen. Abschnittsweise wird dabei vorgegangen. Im Zuge der Wiederherstellung der Winterkirchen-Vermalung wurde ein neuer Teppichboden beschafft, der farblich harmoniert. Außerdem wurde eine angemessene Beleuchtung installiert. Für die Utensilien der vielen Gruppen fertigte Tischlerei Zimmermann, Grube, Regale und Schränke an. Sie sind der kunstvollen Holzausstattung der Kirche angeformt. Die Kirchengemeinde weihte die neue Winterkirche mit einem festlichen Gottesdienst am 5. Dezember 2004 ein.

Letzte Änderung am: 29.03.2022